<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</title>
	<atom:link href="https://imkeklie.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://imkeklie.de/</link>
	<description>L&#246;sungswege f&#252;r den Neuanfang</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Dec 2022 09:25:40 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://imkeklie.de/wp-content/uploads/2019/10/cropped-LoslassenLernen_Logo-quadrat-32x32.png</url>
	<title>Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</title>
	<link>https://imkeklie.de/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Kann Trauer Ängste auslösen?</title>
		<link>https://imkeklie.de/kann-trauer-aengste-ausloesen/</link>
					<comments>https://imkeklie.de/kann-trauer-aengste-ausloesen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Oct 2021 18:03:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=3464</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kann Trauer Ängste auslösen? Die Antwort ist ganz eindeutig: Ja, Angst kann tatsächlich ein Symptom von unverarbeiteter Trauer sein.&#160;Sie begegnet uns im Trauerprozess oft in zeitlicher Nähe zum Verlust.&#160; Wenn ein Mensch stirbt oder uns verlässt, dann wird für uns die Verletzlichkeit des Lebens, die Fragilität unseres Seins, unserer gesamten Gefühlswelt spürbar, wie nie zuvor.&#160; [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/kann-trauer-aengste-ausloesen/">Kann Trauer Ängste auslösen?</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Kann Trauer Ängste auslösen? Die Antwort ist ganz eindeutig: Ja, Angst kann tatsächlich ein Symptom von unverarbeiteter Trauer sein.&nbsp;Sie begegnet uns im Trauerprozess oft in zeitlicher Nähe zum Verlust.&nbsp;</p>



<p>Wenn ein Mensch stirbt oder uns verlässt, dann wird für uns die Verletzlichkeit des Lebens, die Fragilität unseres Seins, unserer gesamten Gefühlswelt spürbar, wie nie zuvor.&nbsp;</p>



<p>Auf einmal ist da etwas Schreckliches passiert in unserem Leben, das wir vielleicht nicht haben kommen sehen, auf das wir nicht vorbereitet waren, das unsere Hoffnungen und Träume zerstört. „<em>Wie wird das Leben weitergehen? Was passiert als nächstes?“ </em>könnten<em>&nbsp;</em>unsere Gedanken sein, die natürlich maßgeblich unsere Gefühlswelt beeinflussen. Das Gefühl der Sicherheit, der Vorhersehbarkeit ist erschüttert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst als Symptom von Trauer</h2>



<p>Trauer kann Ängste auslösen. Die Angst schleicht sich während der Trauer in vielen alltäglichen Situationen, vielleicht sogar als ein grundlegendes Lebensgefühl in unser Leben. </p>



<p>Ich weiß noch, nachdem mein Vater starb, hatte ich immer wieder große Angst, dass auch meine Mutter ganz bald sterben könnte. Ich konnte ja nicht wissen, was das Leben in naher Zukunft noch so mit sich bringt.. Die Angst ist nach und nach abgeklungen, weil ich mir Zeit für meinen persönlichen Trauerprozess genommen habe, weil ich in geschütztem Rahmen die Möglichkeit hatte über meine Gefühle zu sprechen. Weil ich zum Glück zu der Zeit schon viele nützliche <em>tools</em> hatte, um für mich zu sorgen und mich nicht in meinen to do’s zu vergraben und weil mich viele nährende Beziehungen zu Menschen getragen und unterstützt haben. Und natürlich auch, weil meine Mutter gesund war und ihr nichts zugestoßen ist! Und weil ich die Zeit genutzt habe, unsere Beziehung möglichst bewusst zu gestalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst als Symptom von einer lang zurückliegenden Trauer-Erfahrung</h2>



<p>Es kann aber auch anders herum sein. Also, dass die Angst nicht ein Symptom einer bewusst wahrgenommenen Trauer ist, sondern, dass wir die Trauer gar nicht bewusst in uns erkennen und „nur“ die Angst wahrnehmen und darauf reagieren. Ich habe vor Jahren eine ganz wundervolle Frau kennengelernt, die lange unter Angststörungen litt und dann irgendwann begann, ihre ganz persönlichen Verlusterfahrungen im Leben zu verarbeiten. </p>



<p>In der intensiven Trauerarbeit kam sie mit sehr schmerzhaften kindlichen Erlebnissen in Kontakt, die sie bisher nicht wirklich verarbeitet und geheilt hatte. Sie hatte sich eigentlich nie als Trauernde wahrgenommen und auf einmal realisierte sie, dass sie, obwohl sie noch keinen Nahestehenden durch den Tod verloren hatte, viele ganz persönliche Trauer-Erlebnisse hatte. Viele Beziehungen in ihrem Leben waren alles andere als liebevoll und sie hatte von einigen Situationen zu berichten, in denen sich ihr Leben auf schmerzliche Weise verändert hatte und sie vor große Herausforderungen gestellt hatte.</p>



<p>Sie hatte das Vertrauen ins Leben und das Gefühl von Sicherheit in der Welt verloren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weniger Angst durch Trauerbewältigung</h2>



<p>Nach dem Prozess der Trauerbewältigung machte sie eine sehr erstaunliche Erfahrung:</p>



<p>Sie hatte viel weniger Ängste! Sie konnte dem Leben auf einmal mehr vertrauen. Sie hatte die weit zurücklegenden Verlusterfahrungen nun emotional verarbeitet und konnte dem Leben wieder gelassener und mit mehr Vertrauen begegnen. Sie hätte nie damit gerechnet, dass es zwischen ihrer Angststörung und der unverarbeiteten Trauer in ihrem Leben einen Zusammenhang gab. </p>



<p>Weit zurückliegende unverarbeitete Trauer und aktuell erlebte Angst-Zustände können aber tatsächlich einiges miteinander zu tun haben.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Woher kommt die Angst?</h2>



<p>Wenn wir dem Leben nicht mehr vertrauen, dann hat das ja immer einen Ursprung.&nbsp;</p>



<p>Hat uns ein Mensch verlassen? Wurden wir sehr verletzt? Was hat uns das Gefühl der Sicherheit genommen? Schwelt da vielleicht Trauer unter der Angst, die ich nicht mehr wahrnehme, weil die Situation, die die Trauer ausgelöst hat, schon so viele Jahre zurück liegt? Woher kommt die Angst?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Langzeitfolgen verdrängter Gefühle</h2>



<p>Es kommt häufig zu unverarbeiteter Trauer, weil wir nicht wissen, wie wir mit unseren belastenden Gefühlen umgehen können und weil uns in unserer Gesellschaft leider viel Unverständnis entgegen weht. Mal abgesehen von den ganzen Ratschlägen und wenig hilfreichen Kommentaren, die Trauernde sich anhören müssen.&nbsp;</p>



<p>Wie wir mit unseren Gefühlen umgehen können, hat uns in der Regel ja auch keiner beigebracht. Trauer wird in unserer Gesellschaft für eine Zeit lang toleriert, dann hat es einem aber auch wieder gut zu gehen. Wenn niemand mehr hören will wie es einem wirklich geht, dann hört man eben auch auf zu seiner Trauer zu stehen. Wir alle schlucken viel mehr herunter als uns bewusst ist. Oft bemerken wir gar nicht, dass wir belastende Gefühle schnell wegschieben. Aber wo gehen die dann eigentlich hin? Sie gehen ja nicht einfach weg, wenn wir sie vermeiden oder ignorieren.</p>



<p>Ganz im Gegenteil. Gefühle sind kleine Energie-Bündel, die sich irgendwo in unserem System (unserem Körper) absetzen und von dort eine Eigendynamik entwickeln, die wir dann eben leider nicht mehr steuern können. Oder es entsteht ein enormer Druck in uns.&nbsp;</p>



<p>Die Langzeitfolgen unverarbeiteter Trauer ist oft eingeschränktes Vertrauen in uns und unsere Fähigkeiten. Wir halten uns vor dem Leben zurück, weil wir Angst vor der Unberechenbarkeit haben. Wir wurden schon einmal sehr verletzt. Was, wenn das wieder passiert?&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst und die Suche nach Sicherheit</h2>



<p>Viele Menschen mit Ängsten versuchen, ein Gefühl von Sicherheit und Selbstwirksamkeit zu generieren, indem sie versuchen soviel wie möglich in ihrem Leben zu kontrollieren. Nur leider ist das nur bedingt möglich und schränkt die Lebensqualität enorm ein.</p>



<p>Das Leben kontrollieren zu wollen ist ein Versuch, der ständig scheitert. Das Leben und die äußeren Umstände lassen sich nicht kontrollieren. Was wir beeinflussen können ist der Umgang mit uns selbst. Der Umgang mit unseren unseren Gefühlen und Ängsten. Hier finden wir den wahren Handlungsspielraum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Aktives Trauern gegen die Angst</h2>



<p>Wenn ich meine Trauer verarbeite, dann fühle ich in mir die Fähigkeit, etwas für mich tun zu können, wenn ich schon den Verlauf meines Lebens nicht kontrollieren kann. Wenn ich eine Lebenssituation oder eine Verlusterfahrung nach und nach emotional abschließen kann, dann spüre ich meine Selbstwirksamkeit. Ich kann mir wieder vertrauen, weil ich weiß, dass ich etwas tun kann, wenn das Leben so ganz anders verläuft..</p>



<h2 class="wp-block-heading">Versteckt sich Trauer in deiner Angst?</h2>



<p>Erlebst du immer wieder Ängste? Verstehst du manchmal nicht, warum die Angst dich immer wieder so beherrscht?</p>



<p>Könnte es sein, dass du noch unverarbeitete Trauer mit dir herumschleppst?</p>



<p>Manchmal lohnt sich ein Blick in den Rucksack des Lebens, den wir auf unseren Schultern tragen. Bevor du da allerdings hineinblickst, überlege wie der Blick sein soll. </p>



<p>Wie schaust du auf dich uns deine Erfahrungen? Sei kein Richter, der alles bewertet. Von Herzen möchte ich dir empfehlen: Lass deinen Blick auf dich und deine Biographie nicht kritisch sein. Schau liebevoll auf dich und sei empathisch. Das ist der Weg des Herzens.</p>



<p>Möchtest du mehr über das Thema erfahren? Klick dich <a href="https://fb.watch/8SJc90wxKt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> ins <a href="https://fb.watch/8SJc90wxKt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Video</a> mit Sonja und mir 🙏 Sonja hat mich mit ihrer Anfrage für das Interview inspiriert.</p>



<p>Möchtest du mehr über die Möglichkeiten erfahren, die es es gibt, um Trauer-Erlebnisse (aktuelle oder weit zurück liegende) zu verarbeiten? <a href="https://imkeklie.de/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kontaktiere mich </a>oder buche ein unverbindliches Erstgespräch mit mir <a href="https://calendly.com/i-klie">hier</a>. Ich würde mich freuen, dich kennenzulernen!</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/kann-trauer-aengste-ausloesen/">Kann Trauer Ängste auslösen?</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://imkeklie.de/kann-trauer-aengste-ausloesen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich fühle mich so schuldig!</title>
		<link>https://imkeklie.de/ich-fuehle-mich-so-schuldig/</link>
					<comments>https://imkeklie.de/ich-fuehle-mich-so-schuldig/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2021 10:41:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=3098</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich fühle mich so schuldig! „Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Wieso habe ich bloß nicht mehr Zeit mit ihm verbracht? Er hatte mich doch noch gefragt, ob ich vorbeikomme. Es war mir in dem Moment einfach zuviel. Und jetzt ist alles zu spät. Ich hab‘ es echt versemmelt. Ich finde es so schwer damit [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/ich-fuehle-mich-so-schuldig/">Ich fühle mich so schuldig!</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich fühle mich so schuldig!</p>



<h4 class="wp-block-heading">„<em>Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Wieso habe ich bloß nicht mehr Zeit mit ihm verbracht? Er hatte mich doch noch gefragt, ob ich vorbeikomme. Es war mir in dem Moment einfach zuviel. Und jetzt ist alles zu spät. Ich hab‘ es echt versemmelt. Ich finde es so schwer damit zu leben“</em></h4>



<p>So ähnlich hören sich die Sätze an die ich von Trauernden zu hören bekomme, die plötzlich und unerwartet einen lieben Menschen verloren haben. „Ich fühle mich so schuldig!“ Immer wieder kreisen die Gedanken darum, was hätte anders laufen können, was man hätte besser machen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schuldgefühle in der Trauer sind sehr verbreitet. </h2>



<p>Dabei handelt es sich meist gar nicht wirklich um Schuld. Schuldig ist man, wenn man absichtlich etwas falsch gemacht hat oder bewusst ein Vergehen begangen hat. Das liegt bei Trauernden in den meisten Fällen nicht vor.</p>



<p>Trauernde wünschten oft sie hätten sich anders verhalten, wenn sie gewusst hätten, was passiert. Das konnten sie ja aber gar nicht wissen! Sie bewerten eine vergangene Situation aus der Perspektive des heutigen Wissens. Damit sind sie sich selbst gegenüber nicht fair. Sie bewerten sich, verurteilen sich und stellen sich selbst vor Gericht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schuldgefühle münden im Kopfkino</h2>



<p>Leider mündet dieses Schuldgefühl in einem Kopfkino, das kein Ende mehr nimmt. Das Schuldgefühl verstärkt sich mit der Zeit und löst sehr schmerzhafte Gefühle aus. Die Vorwürfe graben sich immer tiefer wie eine Spirale in unser Herz und können den Körper richtiggehend in Stress versetzen. Je nachdem wie wir gestrickt sind, fühlen wir uns nach ein paar Runden im Gedankenkarussell schlechter und schlechter.</p>



<p>Wie ein Betonmischer drehen wir unsere Gedanken um die Situation, die wir uns anders gewünscht hätten und oft ist uns nicht bewusst wie sehr wir uns selbst damit einbetonieren. Glauben wir unseren Schuldgefühlen, stecken wir uns selbst damit in ein inneres Gefängnis.</p>



<p>Denn wenn wir uns sagen: „Ich bin schuld. Ich habe etwas falsch gemacht,“ dann ummanteln wir das Schuldgefühl mit einer vermeintlichen Tatsache und sperren uns ein.</p>



<p>Hätten wir denn, was schlussendlich passiert ist, wirklich vermeiden können?</p>



<p>Lass uns doch mal einen Perspektiv-Wechsel einnehmen:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schuld ist kein Gefühl, sondern eine Bewertung</h2>



<p>Schuld ist kein Gefühl, sondern eine Bewertung, die wir über uns verhängen, die uns schlecht fühlen lässt. Schuldgefühle basieren auf der (oft unbewussten) Annahme, dass wir das Leben mehr kontrollieren könnten, als es tatsächlich der Fall ist.</p>



<p>Fakt ist (LEIDER!), dass du mit einer Lebenssituation konfrontiert bist, die so ist wie sie ist und die du nicht verändern kannst. Du hast keine Kontrolle darüber.</p>



<p>Genauso wenig wie sich das Leben grundsätzlich kontrollieren lässt.</p>



<p>Wenn du einen Freund nicht mehr besucht hast kurz vor seinem Unfall, dich einmal im Leben gegen ein Kind entschieden hast und jetzt vielleicht keines mehr bekommen kannst…</p>



<p>Das daraus resultierende Schuldgefühl gaukelt uns Kontrollvermögen vor, weil wir uns durch unsere Selbst-Verurteilung suggerieren wir hätten etwas im Griff. De facto ist das nicht der Fall. Wir können oftmals nicht wissen, wie weitreichend die Konsequenzen unserer Entscheidungen sind.</p>



<p>Ist dir schon mal aufgefallen, dass du, wenn du dich schuldig fühlst, deine GESAMTE Person verurteilst? Dass du kein gutes Haar mehr an dir lässt? Welche Dynamik steckt dahinter? Welcher Gedanke dahinter befeuert das Schuldgefühl?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was befeuert unsere Schuldgefühle?</h2>



<p>Meist können wir einem Glaubenssatz auf die Schliche kommen, der schon viel länger in uns wohnt und sich weit vor der Situation, die wir uns nun anders wünschten, tief in uns verankert hat. Ein Glaubenssatz könnte sein: „Ich darf keine Fehler machen!“ Oder: „Ich bin für alles verantwortlich!“</p>



<p>Jetzt ist die perfekte Zeit diesen Glaubenssatz zu hinterfragen. Nutzt er dir? Entspricht er dem, wofür du dich bewusst entscheiden würdest? Willst du wirklich an diesem Anspruch an dich festhalten?</p>



<p>Du kannst der so schmerzhaften Abwärts-Spirale der Schuldgefühle Einhalt gebieten, indem du dich mit dem Glaubenssatz befasst und ihn lockerst, durch einen anderen ersetzt. Das ist meist natürlich leichter gesagt als getan. Sich den Glaubenssatz bewusst zu machen ist jedoch schon ein sehr wichtiger erster Schritt.</p>



<p>Der 2. Trick, den du anwenden kannst, um deine Schuldgefühle zu transformieren, ist: Achte auf deine Sprache.</p>



<p>Du weißt jetzt, dass du dich mit der Aussage: „Ich habe Schuld“ in ein Gefängnis sperrst. Benutze andere, angemessenere Worte, um das zu beschreiben was du erlebst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was fühlst du wirklich?</h2>



<p>Benenne deine Gefühle. Ich vermute, dass du verzweifelt bist, dich vielleicht einsam und verloren fühlst. Aber das möchte ich dir nicht unterstellen. Ich behaupte nur, dass du, wenn du sagst, dass du dich schuldig fühlst, nicht wirklich Gefühle ausdrückst. Weißt du, was ich meine? Also, wenn du bereit bist, das Schuldgefühl nach und nach in Frage zu stellen, was könntest du statt dessen sagen? &#8222;Ich fühle mich&#8230;&#8220;</p>



<p>Es kann sich zunächst bedrohlich anfühlen, Gefühle zu benennen, zuzulassen. Weil wir Gefühle eben nicht kontrollieren können. Wenn wir fühlen, begeben wir uns in einen Prozess, wir befreien uns aus dem Gefängnis. Wenn wir uns erlauben zu fühlen, ist Veränderung möglich.</p>



<p>Was dabei ganz wichtig ist: Du musst dich nicht alleine in den Prozess begeben. Du kannst dir Hilfe holen, dich begleiten lassen. Niemand muss diesen Weg alleine gehen!</p>



<p>Eine ganz zentrale Erkenntnis möchte ich noch ansprechen. Sie liegt mir ganz besonders am Herzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schuldgefühle generieren einen Tunnelblick</h2>



<p>Schuldgefühle versperren den Blick auf den Menschen oder die Beziehung, um den du trauerst. Schuldgefühle generieren meistens einen Tunnelblick, der uns nur noch einen Ausschnitt wahrnehmen lässt.</p>



<p>Erlaube dir, deinen Blick wieder zu weiten. Schau dir die gesamte Beziehung des Menschen an, den du verloren hast. Die Beziehung besteht nicht nur aus dieser einen Situation, in der du dich nachträglich so gerne anders verhalten hättest. Welche Gefühle hast du noch? Was habt ihr erlebt und was hast du damals gefühlt? Gibt es noch andere unausgesprochene, unausgedrückte Emotionen? Welche Gefühle hast du zu dieser Person ganz unabhängig von der Situation, die du dir ankreidest?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wage diesen Perspektiv-Wechsel.</h2>



<p>Schuldgefühle können uns von der eigentlichen Trauer über den Verlust des Menschen ablenken. Die Trauer zuzulassen ist aber so wichtig. Dass es dir langsam wieder besser geht ist so, so wichtig.</p>



<p>Dass du aufhörst dich fertig zu machen ist so wichtig!</p>



<p>Von außen kann dich leider niemand von den Schuldgefühlen befreien. Das kannst nur du selbst. Ich lade dich dazu ein. Von Herzen.</p>



<p>P.S: Möchtest du mich zu diesem Thema im Interview erleben und noch etwas mehr erfahren? <a href="http://<iframe src=&quot;https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FImkeRecovery%2Fposts%2F760171788020018&amp;show_text=true&amp;width=500&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;347&quot; style=&quot;border:none;overflow:hidden&quot; scrolling=&quot;no&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; allow=&quot;autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share&quot;&gt;</iframe&gt;" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Klick dich hier ins Video</a> oder hinterlass mir gerne einen Kommentar.</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/ich-fuehle-mich-so-schuldig/">Ich fühle mich so schuldig!</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://imkeklie.de/ich-fuehle-mich-so-schuldig/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was schreibe ich in eine Beileids-Karte?</title>
		<link>https://imkeklie.de/was-schreibe-ich-in-eine-beileids-karte/</link>
					<comments>https://imkeklie.de/was-schreibe-ich-in-eine-beileids-karte/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2020 08:19:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anteilnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Beileid bekunden]]></category>
		<category><![CDATA[Beileidskarte]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=1833</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was schreibe ich in eine Beileids-Karte? Vielleicht warst du schon einmal in der Situation: Du wolltest schriftlich dein Beileid bekunden, hast eine Karte gefunden, die dir gefällt und sitzt nun vor der weißen Leere der beiden Innenseiten. Auf einmal fehlt die Inspiration.. Was schreibe ich nur? Insbesondere in so einer sensiblen Situation beschäftigen wir uns sehr [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/was-schreibe-ich-in-eine-beileids-karte/">Was schreibe ich in eine Beileids-Karte?</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was schreibe ich in eine Beileids-Karte? Vielleicht warst du schon einmal in der Situation: Du wolltest schriftlich dein Beileid bekunden, hast eine Karte gefunden, die dir gefällt und sitzt nun vor der weißen Leere der beiden Innenseiten. Auf einmal fehlt die Inspiration.. <em>Was schreibe ich nur?</em> Insbesondere in so einer sensiblen Situation beschäftigen wir uns sehr damit, wie diese Karte ankommen wird. Man möchte einfach nichts Falsches ‚sagen.‘ Um das zu vermeiden kannst du als Auftakt auch meinen BLOG-Post zum Thema <a href="https://imkeklie.de/was-trauernde-sich-anhoeren-muessen/">Was Trauernden nicht hilft</a> lesen.</p>



<p>Hier habe ich mal ein paar Tipps, aufgeschrieben, wie du an das Schreiben herangehen kannst:</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine Beileids-Karte schreiben</h2>



<ul class="wp-block-list"><li>Lege die schöne Karte erstmal beiseite und schnapp dir deinen Block. So kannst du mit den Worten erstmal experimentieren und wenn du doch noch etwas ändern möchtest, musst du nicht eine neue Karte besorgen.</li><li>Auch wenn du schon Sätze im Kopf formuliert hast, schreibe sie erst einmal auf Papier oder in dein Notizbuch und schau wie sie wirken, wenn du es schwarz auf weiß vor dir siehst.</li><li>Lies die Worte nach dem Schreiben laut vor, auch dadurch kannst du überprüfen, ob der Inhalt stimmig ist. Ggf. fällt dir durch das laute Lesen auch auf, warum es für dich noch nicht rund ist.</li><li>Schreibe aus dem Herzen heraus. Schreibe ganz ehrlich, was der Verlust dieses Menschen bei dir ausgelöst hat. Damit meine ich nicht, dass du die EmpfängerIn deiner Zeilen mit deinen Emotionen überschwemmst oder ALLES zum Ausdruck bringst was du über den verstorbenen Menschen gedacht und gefühlt hast. Das wäre zuviel Information! Es geht einfach darum, dass du grundsätzlich ehrlich bist.</li><li>Wenn du ‚ganz sprachlos‘ bist , schreibe ruhig auch das. „Es fällt mir so schwer in Worte zu fassen, was die Nachricht.. in mir ausgelöst hat..“</li><li>Wenn möglich oder angemessen, skizziere eine schöne Erinnerung, die du an den Verstorbenen / die Verstorbene in dir trägst. „Ich erinnere mich so gerne an,.. sie hat immer so voller Freude von…“ Solche Sätze sind für Angehörige wohltuend, denn sie spüren, dass der Mensch nicht vergessen wird, dass Erinnerungen lebendig bleiben.</li><li>Schreibe niemals…<ul><li>dass du weißt, wie die Angehörigen sich gerade fühlen</li></ul><ul><li>was sie tun sollen, um diese Zeit zu überstehen</li></ul><ul><li>wofür sie dankbar sein können / sollten</li></ul><ul><li>diesen Verlust mit anderen Verlusten vergleichen</li></ul></li><li>Du kannst dein Mitgefühl ausdrücken, indem du zum Beispiel schreibst: „Ich kann nur beginnen mir vorzustellen, wie es dir gerade geht… oder: Ich kann nur ahnen, wie sehr du… vermisst.&#8220; Das Wort „vorstellen“ lässt Raum für das ganz persönliche, individuelle, NICHT vorhersehbare emotionale Empfinden des Empfängers deiner Zeilen. Die Formulierung „Ich weiß..“ lässt keinen Raum und es ist sehr wahrscheinlich, dass die Empfängerin sich nicht gesehen fühlt.</li><li>Nimm dir Zeit und wenn du nicht sicher bist, schau dir deine Zeilen ein paar Stunden später nochmal an, das hast du einen frischen und unverstellten Blick. </li><li>Bei Fragen vereinbare gerne ein Gespräch mit mir: <a href="https://calendly.com/i-klie">https://calendly.com/i-klie</a> ioder besuche meine Seite: <a href="http://www.loslassenlernen.com">www.loslassenlernen.com</a></li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Wie schreibe ich eine Beileidskarte?</h2>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/was-schreibe-ich-in-eine-beileids-karte/">Was schreibe ich in eine Beileids-Karte?</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://imkeklie.de/was-schreibe-ich-in-eine-beileids-karte/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Trauersymptome versus Trauerphasen</title>
		<link>https://imkeklie.de/trauersymptome/</link>
					<comments>https://imkeklie.de/trauersymptome/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 15:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abschiednehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=1794</guid>

					<description><![CDATA[<p>Trauersymptome versus Trauerphasen. In meiner Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Orientierung an sogenannten Trauerphasen oft für Verwirrung sorgt, weil nicht alle Trauernden die beschriebenen Phasen so erleben oder durchschreiten wie sie dargestellt werden. Es ist noch viel Aufklärungsarbeit von Nöten. Denn Trauer wurde seit der Moderne aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verdrängt. Elisabeth-Kübler-Ross [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/trauersymptome/">Trauersymptome versus Trauerphasen</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Trauersymptome versus Trauerphasen. In meiner Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Orientierung an sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trauer">Trauerphasen</a> oft für Verwirrung sorgt, weil nicht alle Trauernden die beschriebenen Phasen so erleben oder durchschreiten wie sie dargestellt werden. Es ist noch viel Aufklärungsarbeit von Nöten. Denn Trauer wurde seit der Moderne aus dem gesellschaftlichen Bewusstsein verdrängt. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Kübler-Ross">Elisabeth-Kübler-Ross</a> hat durch ihre Arbeit mit Sterbenden wichtige Impulse für die <a href="https://de.wikipedia.org/Trauerbegleitung">Trauerbegleitung</a> gegeben, die jedoch leider oft missverstanden wurden.</p>



<p>Wir von der <a href="https://www.griefrecoverymethod.com">Grief Recovery Method</a> sind vielmehr der Ansicht, dass es Symptome von Trauer gibt; also emotionale und körperliche Reaktionen eines Menschen in Folge eines Verlustes.&nbsp;</p>



<p>Dabei sei vorangestellt, dass Trauer immer einzigartig und individuell ist wie jeder Mensch! Trauer läuft nicht nach einem Schema ab, sondern wird sehr unterschiedlich empfunden.</p>



<p>Viele Menschen, die trauern, beschreiben eine enorme Einschränkung in der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. „Ich bin schon nach kurzer Zeit völlig erschöpft,“ beschrieb mir einmal eine Klientin ihren Zustand. Trauer ist so anstrengend, weil sie uns psychisch, geistig und seelisch beansprucht und vor keinem Lebensbereich Halt macht. Unser kompletter Energie-Haushalt wird herausgefordert. Oft ist Trauer deutlich körperlich spürbar. Womöglich empfinden wir eine bleiernde Müdigkeit, physisch spürbare Schmerzen in Kopf oder Herz; wir fühlen uns leer, ausgebrannt und perspektivlos.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauersymptome wirken sich auf jeden Lebensbereich aus</h2>



<p>Es gibt Menschen, die in einen Aktionismus verfallen und Angst davor entwickeln zur Ruhe zu kommen, weil sie nicht wissen was emotional auf sie zukäme, wenn sie auf einmal nichts mehr tun. Lieber beschäftigen sie sich in Endlosschleife und vermeiden jede ruhige Minute bis sie vor Erschöpfung einschlafen.</p>



<p>Es gibt Trauernde, die kaum noch Schlaf finden und tagsüber kaum einen Bissen hinunter bekommen. Andere erleben das komplette Gegenteil.</p>



<p>Manche nehmen sich wie betäubt, wie in einem Nebel oder unter einer Glasglocke wahr und sagen von sich selbst, dass sie nur noch funktionieren. Ihr innerer Autopilot regelt den Alltag und arbeitet to-do-Listen ab.</p>



<p>Wenn wir trauern sind wir selten im Hier &amp; Jetzt. Unsere Gedanken sind mit Vergangenem beschäftigt. <em>Wie konnte es zu dem Verlust kommen? Wäre er vermeidbar gewesen? Wie habe ich mich verhalten? Was hätte anders laufen können? </em>(nur als mögliche Beispiel-Gedanken). Unser Kopf ist unweigerlich in einem „Inventur-Modus“ und kann daher gar nicht im Hier &amp; Jetzt sein! Statt in der Gegenwart anzukommen, springen wir aus der Vergangenheit vielmehr in die Zukunft (und wieder zurück): <em>Was kommt auf mich zu? Wie schaffe ich das alles? Wie geht es weiter?</em></p>



<p>Wir sind im gegenwärtigen Augenblick daher oftmals nur physisch anwesend.</p>



<p>Daher kann es auch sein, dass wir sehr vergesslich sind.&nbsp;<em>Ich bin doch eben in diesen Raum gekommen, um etwas zu holen.. Was war es nur? Was wollte ich noch gleich?</em></p>



<p>Oder wir erleben ständig kleine Unfälle. Ich habe mich in meiner Trauer zum Beispiel regelmäßig am Ofen verbrannt oder in den Finger geschnitten, einfach weil ich mich mit Kopf und Herz gar nicht in dem Raum befand, in dem mein Köper gerade weilte; sondern ich war emotional und geistig völlig woanders. </p>



<p>Wenn wir weinen kann es erleichtern, es kann aber auch ein Gefühl der Leere hinterlassen. Wir können uns dumpf und matt fühlen oder kurzzeitig entspannt und zuversichtlich. Bis die nächste Welle kommt&#8230; Denn so wird Trauer oft beschrieben: Dass sie in Wellen über einen hereinbricht. Manchmal sieht man die Welle der Emotionen kommen, wie sie unausweichlich auf einen zurollt, manchmal bricht sie völlig überraschend und ohne Ankündigung gewaltsam über einem zusammen.</p>



<p>Die Gefühle können stark schwanken. Das ist ganz besonders in der Trauer so.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauersymptome beanspruchen unsere Lebensenergie</h2>



<p>Oft kennen wir uns in uns selbst nicht mehr aus, wissen nicht mehr, was uns wirklich gut tut, wie wir für uns sorgen können oder wie es uns morgen geht.</p>



<p>Das gibt jedoch den Menschen um uns herum noch lange nicht das Recht, uns zu sagen wie wir trauern sollen oder was wir tun müssen. Deine Trauer ist nicht kategorisierter und braucht keine Korrektur oder Bewertung von außen. Mehr dazu findest du in meinem BLOG-Artikel: <a href="https://www.loslassenlernen.com/was-trauernde-sich-anhoeren-muessen">Was Trauernden nicht hilft</a>.</p>



<p>Du bist du. Und deine Trauer ist so einzigartig wie deine emotionale Beziehung zu deinem Verlust. Wenn du Interesse an einem geschützten Raum für deine Trauer hast, melde dich gerne bei mir oder besuche mich auf<a href="https://www.loslassenlernen.com"> www.loslassenlernen.com</a></p>



<p>Möchtest du mehr über unser Verständnis von Trauer erfahren? Ich empfehle ich dir das Buch „<a href="https://www.amazon.de/Trauer-heilt-Unterstützung-emotionalen-Heilungsprozesses/dp/9197479632/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&amp;dchild=1&amp;keywords=trauern+heilt&amp;qid=1596469783&amp;sr=8-1">trauern heilt</a>,“ es ist die bisher einzige Übersetzung des englisch-sprachigen Originals (The Grief Recovery Handbook) von John W. James.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauersymptome versus Trauerphasen</h2>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/trauersymptome/">Trauersymptome versus Trauerphasen</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://imkeklie.de/trauersymptome/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Trauergruppen so wertvoll sind</title>
		<link>https://imkeklie.de/warum-trauergruppen-so-wertvoll-sind/</link>
					<comments>https://imkeklie.de/warum-trauergruppen-so-wertvoll-sind/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2020 15:48:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=1738</guid>

					<description><![CDATA[<p>Trauergruppen in Hamburg Wenn sich Menschen bei mir melden, die Interesse an dem 2-Tages-Seminar haben, sind sie oft noch nicht ganz sicher, ob es das Richtige für sie ist. Ich spüre oft eine gewisse Hemmnis, in einer Gruppe über ihre Trauer zu sprechen. Die Vorstellung, sich in einem Kreis von bis zu 10 Menschen über [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/warum-trauergruppen-so-wertvoll-sind/">Warum Trauergruppen so wertvoll sind</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Trauergruppen in Hamburg</h2>



<p>Wenn sich Menschen bei mir melden, die Interesse an dem <a href="https://www.loslassenlernen.com/seminar-info">2-Tages-Seminar</a> haben, sind sie oft noch nicht ganz sicher, ob es das Richtige für sie ist. Ich spüre oft eine gewisse Hemmnis, in einer Gruppe über ihre Trauer zu sprechen. Die Vorstellung, sich in einem Kreis von bis zu 10 Menschen über emotionalen Schmerz auszutauschen, ist für viele eine Herausforderung.  <em>Kann ich das überhaupt? Werde ich mich wohl fühlen? Ist mir das nicht viel zuviel? Ich kenne die doch gar nicht…</em></p>



<p>Ich kann diese Unsicherheit gut verstehen und habe eine Idee davon, was dahintersteckt… Denn wir alle haben gelernt für uns alleine und hinter geschlossenen Türen zu trauern. In der Öffentlichkeit setzen wir möglichst eine gute Miene auf. Das ist oft die einzige Strategie, um den wohlmeinenden Kommentaren der vermeintlich mitfühlenden Mitmenschen zu entgehen: Einfach nicht soviel preisgeben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wir möchten nicht bewertet werden</h2>



<p>In der Hoffnung, Kommentaren wie:&nbsp;<em>Geht es dir noch nicht besser?</em> <em>Versuche positiv zu bleiben, lass dich doch nicht so hängen!</em>&nbsp;&#8230; zu entgehen, verzichten wir lieber auf Ehrlichkeit. Nichts ist schlimmer, als verletzlich zu sein und dann vermittelt zu bekommen, dass man irgendwie etwas falsch zu machen scheint. Unsere Mit-Menschen wollen, dass wir möglichst schnell etwas tun, damit es uns besser geht. Das ist überhaupt nicht böse gemeint, aber leider <a href="https://imkeklie.de/was-trauernde-sich-anhoeren-muessen/">nicht immer hilfreich</a>.</p>



<p>In deinem Alltagsleben kann ich dich vor Kommentaren, Meinungen und Ratschlägen anderer nicht schützen. Ich kann keine „Stop-Schilder“ hochhalten oder dich abschirmen. Aber ich habe eine andere Möglichkeit: Ich kann aus einem Raum in Hamburg einen geschützten Raum machen. Und zwar, indem ich zu Beginn meiner Seminare ganz bestimmte Kommunikationsregeln aufstelle an die sich alle halten müssen. In <a href="https://imkeklie.de/seminar-info/">meinen Trauergruppen</a> wird nicht bewertet, nicht kommentiert, nicht analysiert. Das ist mein Versprechen und ich habe es bisher immer gehalten.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">In einem geschützten Raum ist es möglich, ehrlich zu sein</h2>



<p>Trauergruppen in Hamburg: Was im Raum passiert ist das Schönste, was ich erleben darf. Auf einmal ist echte, ehrliche Begegnung möglich, weil sein darf, was gerade ist. Meine Vision von einer Gesellschaft, in der ich gerne leben würde, wird auf kleinem Raum Realität. Für ein Wochenende.</p>



<p>Natürlich bietet auch <a href="https://www.loslassenlernen.com/online-coaching-2">mein 1:1 Coaching</a> einen geschützten Raum. Aber gerade weil Trauernde sich so oft zurückziehen, kann das Erleben einer Trauergruppe ein so heilsames Erlebnis sein. Durch den Austausch spürt man, dass man nicht alleine ist. Dass die Erfahrungen der anderen vielleicht sogar den eigenen ziemlich ähnlich sind. Auch, wenn die Verluste vielleicht ganz unterschiedlich sind, stellen wir doch oft fest, dass die Menschen, denen wir im Alltag begegnen, ähnlich hilflos oder unangemessen auf unsere Trauer reagieren. </p>



<p>Für Trauernde in einer ganz sensiblen, besonderen Lebenssituation, ist es ein Geschenk, sich mit anderen Menschen verbunden zu fühlen. Zugehörig und verstanden.</p>



<p>Wenn in einer Gruppe eine Atmosphäre von Wärme, Mitgefühl und Verständnis entsteht, ist das wie eine Einladung echt und authentisch zu sein. Ich selber habe mich damals als Teilnehmerin sehr lebendig gefühlt. Nicht nur mit meinen „vorzeigbaren“ Anteilen, sondern mit allem, was mich ausmacht und dazu gehört &#8211; auch meine Trauer.</p>



<p>Vor Menschen frei heraus sprechen zu können, kann sehr stärken und Mut machen sich dem eigenen Herzen zu widmen. Wir sind unseren Gefühlen gegenüber offener.</p>



<p>Sich gehört zu fühlen, ohne Ratschläge zu bekommen, ist Balsam für die Seele.</p>



<p>Von anderen Menschen zu erfahren, was sie bewegt, lädt mich ein, Anteil zu nehmen. Mein emphatisches Zuhören zeigt mir, dass ich wertvoll bin, dass ich etwas geben kann. Ich bin vertrauenswürdig und Teil einer Gemeinschaft!</p>



<p>Trauergruppen in Hamburg: Für ein Wochenende eintauchen in einen&nbsp;<em>spirit&nbsp;</em>der Aufrichtigkeit und des Mitgefühls zeigt neue Wege auf. Das gibt Hoffnung und schenkt Zuversicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum sind Trauergruppen so wertvoll? Ein Überblick:</h2>



<p>Ob aus dem Interesse am Seminar am Ende eine Teilnahme wird, entscheidet oft das Bauchgefühl. Wie bei so vielen Entscheidungen im Leben gehört etwas Mut und ein Vertrauenszuschuss dazu, sich auf etwas Neues einzulassen. Meine Kollegin Carole sagt dabei gerne: &#8222;What could you loose? The only thing you can loose is your pain!&#8220;</p>



<p>Ein Wochenende &#8222;Loslassen Lernen&#8220; ist ein Beginn. Deine zeitliche Investition sind 2 Tage.</p>



<p>Wie die Reise danach für dich weitergeht, entscheidest du! 🙂</p>



<p>Aktuelle Termine und weitere Infos findest du unter <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://imkeklie.de/seminar-info/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.loslassenlernen.com/seminar-info</a></p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/warum-trauergruppen-so-wertvoll-sind/">Warum Trauergruppen so wertvoll sind</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://imkeklie.de/warum-trauergruppen-so-wertvoll-sind/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Corona &#8211; unser Leben verändert sich</title>
		<link>https://imkeklie.de/corona-unser-leben-veraendert-sich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2020 11:05:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle annehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Gefühlen]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderungen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=1388</guid>

					<description><![CDATA[<p>Corona. Unser Leben verändert sich. Auf einmal war er da, der Ausnahmezustand. Viele von uns werden Freitag, den 13. März 2020, nicht vergessen. Da wurde beschlossen, was auf einmal alles nicht mehr geht, was alles ausfällt und zum Schutze der Gesundheit nicht mehr erlaubt ist. AuftragnehmerInnen aus der Veranstaltungsbranche erleben einen Komplett-Ausfall. Eltern werden ins [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/corona-unser-leben-veraendert-sich/">Corona &#8211; unser Leben verändert sich</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Corona. Unser Leben verändert sich. Auf einmal war er da, der Ausnahmezustand. Viele von uns werden Freitag, den 13. März 2020, nicht vergessen. Da wurde beschlossen, was auf einmal alles nicht mehr geht, was alles ausfällt und zum Schutze der Gesundheit nicht mehr erlaubt ist.</p>



<p>AuftragnehmerInnen aus der Veranstaltungsbranche erleben einen Komplett-Ausfall. Eltern werden ins Home-Office verbannt, Enkel können ihre Großeltern nicht mehr sehen, Angehörige bangen um ihre Liebsten, Urlauber stranden am Ende der Welt, Kinder gehen nicht mehr in Kita oder Schule, Kündigungen stehen im Raum&#8230; Die Liste ist unendlich.</p>



<p>Einen normalen Alltag gibt es für die allermeisten von uns nicht mehr.</p>



<p>Wir alle sind mit Veränderungen konfrontiert. Gewohnte und vertraute Abläufe existieren nicht mehr so wie gehabt.&nbsp;</p>



<p>Corona und die gesellschaftlichen Auswirkungen macht uns alle potentiell zu Trauernden.</p>



<p>Denn:</p>



<p><strong><span style="color:#247482" class="has-inline-color">Trauer umfasst alle widersprüchliche</span></strong><span style="color:#237482" class="has-inline-color"><strong>n Gefühle, die wir erleben, wenn sich ein vertrautes Lebensmuster verändert!</strong></span></p>



<p>Kurz gesagt: Es kann sein, dass wir trauern, wenn sich unser Leben verändert. (Lies dazu auch meinen BLOG-Artikel: <a href="https://www.loslassenlernen.com/erlaube-dir-nicht-gluecklich-zu-sein">Erlaube dir, nicht glücklich zu sein</a></p>



<p>Wir können Trauer als Traurigkeit empfinden. Es kann sein, dass wir schlecht schlafen oder uns nicht konzentrieren können. Vielleicht haben wir Angst und sind angespannt. Oder uns reißt auf einmal viel schneller &#8222;die Hutschnur&#8220; und die Nerven liegen blank.</p>



<p>Dies alles sind Gesichter der Trauer, dir wir ggf. gar nicht als Trauer verstehen, weil wir Trauer oft „nur“ mit Abschied, Tod und Sterben in Verbindung bringen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Trauer kann durch viele Ereignisse in unserem Leben ausgelöst werden</h2>



<p>Oft ist uns nicht bewusst, wie vieles in unserem Leben Routine, Selbstverständlichkeit oder vertraute Agenda ist. Wir haben ein Gefühl zu dem, was wir tun, wie und wo wir arbeiten, welchen Menschen wir begegnen, wie wir wohnen. Unser Leben ist unglaublich beziehungsreich. Denn Beziehungen haben wir nicht nur mit Menschen, sondern wir stehen auch in Beziehung zu unserer Arbeit, zu unserem Körper, zu den Wegen, die wir im Alltag zurücklegen, zu unserem Zuhause, zu unseren Träumen und Wünschen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unser Leben besteht aus Beziehungen</h2>



<p>Alle diese Beziehungen generieren emotionale Energie, Gefühle. Wenn sich eine Beziehung in unserem Leben verändert, beeinflusst das auch unsere Gefühlswelt. Das ist ganz normal und natürlich. Wenn etwas Vertrautes wegbricht, kann es unglaublich verunsichern, beängstigen oder eben Trauer hervorrufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Corona verändert unsere Beziehungen</h2>



<p>Wenn wir diese Gefühle nicht ernst nehmen, sie herunterschlucken oder nicht verarbeiten, kann es sein, dass wir Verbundenheit mit uns selbst einbüßen. Wir spüren uns weniger, kommen an uns selbst nicht mehr so richtig &#8222;ran&#8220; oder sehen uns nicht in der Lage zu fühlen, was uns wirklich wichtig ist oder was wir brauchen, um uns neu auszurichten.</p>



<p>Deshalb ist es mir so ein Herzensanliegen, Räume anzubieten, in denen Menschen über ihre Gefühle sprechen und sie zeigen können. Damit sie sich selbst nahe sind und erkennen können, wie sie in Zeiten der radikalen Veränderungen bei sich bleiben können. Nur, wenn wir unserem Herzen nahe sind, trauen wir uns, unserer Intuition zu vertrauen, unserer inneren Stimme zu lauschen, Entscheidungen zu treffen und anzunehmen, wie wir unsere Lebenssituation gerade empfinden.</p>



<p>Wenn du mehr über mein <a href="https://www.loslassenlernen.com/angebote">Angebot</a> erfahren möchtest, besuche mich ☺️hier: <a href="https://www.loslassenlernen.com/trauerbewaeltigung">www.loslassenlernen.com/trauerbewältigung</a></p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/corona-unser-leben-veraendert-sich/">Corona &#8211; unser Leben verändert sich</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Erlaube dir, nicht glücklich zu sein</title>
		<link>https://imkeklie.de/erlaube-dir-nicht-glucklich-zu-sein/</link>
					<comments>https://imkeklie.de/erlaube-dir-nicht-glucklich-zu-sein/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2020 16:29:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle annehmen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=1269</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erlaube dir, nicht glücklich zu sein! Oft ist uns nicht bewusst wie sehr wir unser inneres Erleben an gesellschaftlicher Erwartung messen und wie sehr wir unser Erleben zensieren.&#160; Was ich damit meine? Es gibt Lebensereignisse, da wird es uns nicht zugestanden, traurig zu sein. Der schönste Tag im Leben. Lange anvisiert. Endlich verheiratet. Und du [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/erlaube-dir-nicht-glucklich-zu-sein/">Erlaube dir, nicht glücklich zu sein</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Erlaube dir, nicht glücklich zu sein!</strong></p>



<p>Oft ist uns nicht bewusst wie sehr wir unser inneres Erleben an gesellschaftlicher Erwartung messen und wie sehr wir unser Erleben zensieren.&nbsp;</p>



<p>Was ich damit meine?</p>



<p>Es gibt Lebensereignisse, da wird es uns nicht zugestanden, traurig zu sein.</p>



<p>Der schönste Tag im Leben. Lange anvisiert. Endlich verheiratet. Und du schwebst nicht auf Wolke 7? Dabei suggerieren dir instagram, facebook und die Kommentare deiner liebsten doch, wie glücklich du jetzt sein solltest.&nbsp;Du hast ihn doch &#8211; deinen Traumprinzen. „Was ist denn nur los mit mir?“ magst du dich vielleicht fragen. „Irgendwie fühle ich falsch, oder nicht?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Falsch fühlen gibt es nicht!</h2>



<p>Nein, ‚falsch fühlen‘ gibt es nicht. Es ist nur anders, als du erwartest hast. Und vielleicht hast du zu oft erlebt, dass Menschen dir ausreden wollen, wie du dich fühlst.</p>



<p><em>Trauer kann durch die Veränderung einer vertrauten Lebenssituation hervorgerufen werden.</em></p>



<p>Wenn du diese Definition von Trauer auf dich wirken lässt, dann entsteht vielleicht nach und nach eine Weite und Offenheit in dir und vielleicht fällt es dir leichter, dich und deine Gefühle anzunehmen.&nbsp;</p>



<p><em>Wenn sich dein Leben verändert, kann es sein, dass du trauerst.</em></p>



<p>Der neue Familienname, den du auf einmal trägst, ruft widersprüchliche Gefühle in dir hervor? Du hast ein Kind bekommen, alle um dich reden vom großen Glück und du könntest die ganze Zeit nur heulen?</p>



<p>Das ist normal und natürlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erlaube dir, nicht glücklich zu sein!</h2>



<p>Trauer ist der Ausdruck aller Gefühle, die entstehen, wenn sich unser Leben verändert.</p>



<p>Kennst du das auch? Dass es da gar nicht nur ein Gefühl in dir gibt, sondern einen ganzen Gefühlscocktail?</p>



<p>Da gibt es sogar Gefühle, die sich gar nicht vertragen, Gefühle die miteinander streiten, Gefühle, die sich widersprechen.</p>



<p>Das ist normal und natürlich.</p>



<p>Ich wünsche mir für dich, dass du dein Herz liebevoll wahrnimmst und jedes Gefühl mit einem „Ah, du bist ja auch hier!“ begrüßen kannst.</p>



<p>Wenn wir einem Gefühl entrüstet gegenübertreten und vehement behaupten: „Was machst du denn hier? Du hast hier doch gerade überhaupt nichts zu suchen,“ dann fängt das eigentliche Drama an, denn Bewertung hilft hier nicht.</p>



<p>Noch schlimmer ist es, wenn wir Gefühle verleugnen.</p>



<p>Du hast neulich deine Jugendliebe zufällig getroffen, also die, die dich wegen einer anderen verlassen hat und auf einmal fühltest du die Kränkung von damals als sei es gestern gewesen? „Ach was, bloß nicht weiter darüber nachdenken,“ sagst du zu dir, „das ist doch nun echt ewig her. Das ist doch nun vollkommener Quatsch. Das hat nun wirklich nichts mit mir zu tun.“</p>



<p>Naja, vielleicht doch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gefühle haben immer ihren Grund</h2>



<p>Gefühle haben immer ihren Grund. Die Krux ist nur, dass wir sie nicht immer gleich verstehen oder einordnen können und dass wir gelernt haben, in gute und schlechte Gefühle zu unterscheiden.</p>



<p>Gefühle brauchen dabei gar nicht unsere Analyse und unseren Verstand. Gefühle sehnen sich in erster Linie danach angenommen und gesehen zu werden.</p>



<p></p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/erlaube-dir-nicht-glucklich-zu-sein/">Erlaube dir, nicht glücklich zu sein</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://imkeklie.de/erlaube-dir-nicht-glucklich-zu-sein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was Trauernden nicht hilft</title>
		<link>https://imkeklie.de/was-trauernde-sich-anhoeren-muessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2020 14:40:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit Trauernden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=1247</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was Trauernden nicht hilft?! „Ich weiß genau wie du dich fühlst!“ ist eine Aussage, die du vielleicht auch schon mal gehört hast. Weißt du noch wie es dir damit ging?&#160; Die Gründer der Grief Recovery Method haben einmal eine Studie durchgeführt. Sie wollten erfahren, welche Kommentare von Trauernden als wenig hilfreich empfunden wurden. Vielleicht ahnst [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/was-trauernde-sich-anhoeren-muessen/">Was Trauernden nicht hilft</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was Trauernden nicht hilft?! „Ich weiß genau wie du dich fühlst!“ ist eine Aussage, die du vielleicht auch schon mal gehört hast. Weißt du noch wie es dir damit ging?&nbsp;</p>



<p>Die Gründer der <a href="https://en.wikipedia.org/The_Grief_Recovery_Institute">Grief Recovery Method</a> haben einmal eine Studie durchgeführt. Sie wollten erfahren, welche Kommentare von Trauernden als wenig hilfreich empfunden wurden.</p>



<p>Vielleicht ahnst du es bereits: Der Satz „ich weiß genau wie du dich fühlst!“ landete auf Platz Nummer 1 der Aussagen, die nicht hilfreich waren. Trauernde beschrieben, dass sie beim Hören dieses Satzes oft wütend wurden. Ihr Inneres schrie förmlich auf: „Wie kannst du nur behaupten, dass du weißt wie es mir geht? Du hast mich doch gar nicht gefragt..“</p>



<p>Weil ich <a href="http://www.loslassenlernen.com/vater-gestorben">meinen Vater verloren</a> habe, kann ich nicht davon ausgehen, dass ich weiß, wie es meiner Freundin geht, deren Vater auch gestorben ist.</p>



<p>Denn: Jede Beziehung ist einzigartig und individuell.</p>



<p>Gefühle und Empfindungen lassen sich nicht pauschalisieren und Trauer empfindet jeder anders.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jeder Mensch ist einzigartig und individuell</h2>



<p>Es kann hilfreich sein mit Menschen zu sprechen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die nachvollziehen können, wie schwer es sein kann, morgens aufzustehen und in den Tag zu starten. Andere Menschen haben auch erlebt, dass Trauer manchmal ein treuer, jahrelanger Begleiter ist. Dass sie einen plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung immer wieder eiskalt erwischt.</p>



<p>Mir hat es geholfen, mich mit Menschen auszutauschen, die einen nahen Angehörigen verloren hatten. Gleichzeitig fühlte ich mich bevormundet, wenn mir ein Gefühl unterstellt wurde, das ein anderer in einer vermeintlich vergleichbaren Situation so empfunden hat.</p>



<p>Die Aussage „Ich weiß wie du dich fühlst“ ist für einen Trauernden keine Einladung, seine Gefühle zu offenbaren; vielmehr lenkt der oder die Zuhörende den Fokus auf sich.</p>



<p>Das ist meist gar keine böse Absicht! Es passiert quasi unbewusst. Wenn wir einem Menschen zuhören, dann beginnt unser ‚innerer Scanner‘ automatisch unsere Erlebniswelten zu durchforsten, um das Gehörte einordnen zu können und sich dazu in Beziehung zu setzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das hilft Trauernden nicht</h2>



<p>Als ich meinem Umfeld damals von der Krebserkrankung meines Vaters erzählte, habe ich mich öfter über seine Krankheit unterhalten (müssen!) als darüber wie es mir geht. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass auf einmal unglaublich viele Menschen Krebs hatten, ich habe mir anhören müssen, was es noch für Krebs gibt und wie es bei anderen ausging…</p>



<p>Diese Gespräche sind entstanden, weil meine Gesprächspartner*innen ihre Erfahrungen zu dem Schlagwort „Krebs“ thematisiert haben.</p>



<p>Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich manchmal ein Gespräch mit der Bereitschaft begann, davon zu erzählen was ich gerade fühle und wie es mir im Herzen geht. Die Kommentare und Fragen meiner Zuhörenden haben meine Aufmerksamkeit allerdings aus dem Herzensraum in den Kopf „gezwungen“</p>



<p>Ich habe auf einmal über medizinische Details gesprochen oder über die Krebserkrankungen von anderen Menschen und ich merkte, dass ich begann, mich emotional zurückzuziehen.&nbsp;Diese Gespräche erschöpften mich und kosteten viel Kraft.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wir lernen alleine zu trauern</h2>



<p>Ich habe in dieser Zeit einmal mehr verstanden, warum Menschen sich oft dafür entscheiden alleine zu trauern.</p>



<p>Ich weiß noch, dass ich in meinem allerersten Ausbildungsseminar <a href="https://www.youtube.com/watch?v=IK7vLMFWTs8">Russell</a> davon überzeugen wollte, dass es mir gut damit geht, alleine zu trauern. Da ich mir selbst gut zuhören kann, da ich weiß wie ich meinen Gefühlen ihren Raum schenken kann… Russell legte mir nahe, darüber nachzudenken, ob dieses „Alleine trauern“ nicht ein erlerntes Verhalten ist.</p>



<p>Sehr schnell wurde mir klar, dass es so ist. Wir lernen alleine zu trauern, weil wir uns von unseren Mitmenschen leider ziemlich oft ziemlich viel Mist anhören müssen.</p>



<p>Der Satz „Ich weiß genau wie du dich fühlst!“ hat mich gar nicht so verärgert. Ich konnte mich mit der guten Absicht dahinter meist ganz gut verbinden.</p>



<p>Schlimm fand ich erleben zu müssen, dass Menschen anscheinend ständig überhaupt soviel sagen und kommentieren mussten und eher aus dem Kopf als aus dem Herzen reagierten.</p>



<p>Echte Trauerbewältigung wurde für mich möglich, als ich die <a href="http://www.loslassenlernen.com/trauerbewaeltigung">Grief Recovery Method</a> kennenlernte und behutsam eingeladen wurde, in einem geschützten Raum über meine Gefühle zu sprechen. Nun ist es mein Herzensanliegen, für Trauernde Räume anzubieten, in denen ihre Trauer willkommen ist und nicht bewertet wird. Nur dann ist <a href="https://www.loslassenlernen.com/trauerbewaeltigung">Trauerbewältigung</a> möglich.</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/was-trauernde-sich-anhoeren-muessen/">Was Trauernden nicht hilft</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Vater ist gestorben</title>
		<link>https://imkeklie.de/vater-gestorben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Imke Klie]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2020 09:26:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Abschiednehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://loslassenlernen.com/?p=1233</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mein Vater ist gestorben</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/vater-gestorben/">Mein Vater ist gestorben</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 15. März 2010 ist mein Vater gestorben. </p>



<p>Sechs Monate vor seinem Tod erfuhren wir die unbegreifliche Diagnose. Der Krebs war zurück zurück gekommen und es gab keine Chance auf Heilung mehr.&nbsp;Ein ganzes halbes Jahr lang wusste ich, dass mein Vater bald sterben würde und ich versuchte soviel Zeit wie möglich mit ihm zu verbringen.</p>



<p>Viele Male, immer kurz bevor ich aus meinem Heimatdorf im Landkreis Cuxhaven in mein eigenes kleines Zuhause nach Hamburg zurückkehrte, verabschiedete ich mich von ihm.&nbsp;</p>



<p>Ich setzte mich an sein Bett, nahm seine Hand und umarmte ihn.&nbsp;</p>



<p>Wie kann man den perfekten Moment herstellen, wenn man nicht weiß, ob dies womöglich die letzte Begegnung mit dem eigenen Vater ist? Ich wollte mir nicht den Vorwurf machen müssen, etwas Wichtiges nicht gesagt zu haben. Manchmal war ich zufrieden mit mir, ich fühlte mich authentisch, präsent, unabgelenkt. Manchmal beschäftigte ich mich die gesamte Heimfahrt über damit wie ich mich hätte anders verhalten können. Was ich noch hätte sagen können…</p>



<p>Irgendwann realisierte ich, dass ich alles, was ich meinem Vater bis dato sagen wollte, gesagt hatte. Und ich merkte, dass es ihm unangenehm war, wenn ich mich ständig wiederholte. Ich merkte, dass ich gut mit meinem Vater schweigen konnte und dass es mir Freude machte, Geschichten aus seinem Leben zu lauschen. Manchmal versuchte ich, seine Worte in mir abzuspeichern, sie festzuhalten, so dass ich seinen Humor, sein Wissen und seine Erlebnisse vielleicht irgendwann weitertragen könnte; mein Vater war ein brillanter Geschichten-Erzähler. Aber die inneren Bilder, Sätze und Worte, zerrannen in mir; fast als würden sie vor meinem Gedächtnis flüchten. Sie blieben einfach nicht haften, sie rieselten förmlich durch mich hindurch. </p>



<p>Manchmal stand ich nachts von einer inneren Unruhe getrieben auf, um gerade Gehörtes, Biographisches, kleine Anekdoten aus dem Leben meines Vaters aufzuschreiben, für die Nachwelt festzuhalten. Doch es machte mir keine Freude und das ärgerte mich. Bis ich begriff: Die Geschichten, die ich hörte, wollten keine Zeitreisenden sein, sie gehörten nur in diesen Moment. In die Vater-Tochter-Begegnung. In die ungeteilte Aufmerksamkeit eines Augenblicks, der sich nicht festnageln und für die Zukunft formen ließ.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Momente lassen sich nicht festhalten</h2>



<p>Ich lernte, dass es darauf ankam, im Erleben loszulassen, die Zeit mit meiner Familie zu genießen. Die Nähe, das Lachen, die Gespräche.&nbsp;</p>



<p>Und ich lernte, dass es mit einem Sterbenden viele letzte Male gibt. Noch einmal gemeinsam einem Hauskonzert lauschen oder essen gehen. Das letzte Mal Weihnachten im Beisein meines Vaters. Ich lernte, dass ein Mensch nicht dazu fähig sein muss, jeden dieser Momente zu genießen. Das setzte mich erstens unter permanenten Druck und zweitens werden Beziehungen und Familien in Anbetracht des Todes nicht auf einmal perfekt.&nbsp;</p>



<p>Intensiv zusammen zu sein ist nicht immer ein Genuss.&nbsp;</p>



<p>Es gab Situationen in denen ich mich maßlos über meinen sterbenden Vater ärgerte, in denen ich seine Kommentare und Meinungen völlig unmöglich fand. Gleichzeitig wollte ich keinen Streit. Was wäre, wenn mein Vater in der Nacht nach unserem Streit sterben würde? Die Angst davor war zu groß.&nbsp;</p>



<p>Durch meine Praxis der „Grief Recovery Method“ wusste ich jedoch, dass ich diese intensiven Gefühle nicht hinunterschlucken durfte. Sie würden nach und nach die Verbundenheit mit meinem Herzen blockieren und sich in dumpfen Schmerz verkapseln.</p>



<p>Nach meinen Besuchen im Elternhaus traf ich in Hamburg also meistens Freundinnen, denen ich von meinen emotionalen Erlebnissen berichten konnte. Die mir entgegengebrachte Empathie war heilsam, ich fühlte mich angenommen und lebendig und ich konnte die für mich unveränderlichen Situationen besser annehmen.</p>



<p>Immer wieder fuhr ich zu meinem Elternhaus. Und immer lebte mein Vater. Der Krebs hatte ihn stark verändert, er veränderte ihn in einer Radikalität, die ich so nicht erwartet hatte. Aber nie sah ich nur die Krankheit, immer erkannte ich meinen Vater. Sein Gesicht wirkte mal wie das Gesicht eines alten, greisen Mannes, dann wieder wie das eines schelmischen Jungen. Die verschiedenen Zeiten seines Lebens schienen sich noch einmal in seiner Physiognomie spiegeln zu wollen um auf ihre Art aus seinem Leben zu erzählen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Abschied kostet mehr Kraft, als man zunächst wahrnimmt</h2>



<p>Ich war überrascht wie gut ich mit den voranschreitenden Veränderungen seines Körpers umgehen konnte und noch mehr überraschte es mich, wie sehr ich in der Fürsorge für ihn aufging. Natürlich war es immer wieder auch sehr anstrengend, manchmal schreckte ich mitten in der Nacht hoch, weil ich hörte wie ihn seine Schlaflosigkeit aus dem Bett trieb oder ich fragte mich, ob er womöglich gerade nach uns gerufen hatte. Außerdem merkte ich, dass mich die Pflege und Sorge um meinen Vater mehr Kraft kostete, als ich realisierte.</p>



<p>Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich eines Abends nach einem mehrtägigen Aufenthalt bei meinen Eltern zurück nach Hamburg kam. Da saß ich nun in meiner dunklen und kalten WG-Küche und spürte, dass ich Bedürfnisse und Gefühle hatte, die meine Aufmerksamkeit brauchten.</p>



<p>Ich war kein körperloser, Wärme-spendender Engel, sondern eine hungrige, frierende Frau, die sich nicht aus ihrer Existenz beamen konnte.</p>



<p>Die Feststellung, dass ich mich ja nun um noch jemanden – um mich! &#8211; kümmern musste, provozierte in mir fast so etwas wie eine unbestimmte Aggressivität, zumindest einen großen Widerwillen und ich musste mich wohl oder übel dazu entschließen, auf meine Grenzen zu achten und immer noch Kraft aufzubewahren für mich und mein eigenes Leben.</p>



<p>Drei Tage vor dem Tod meines Vaters war ich wieder daheim.</p>



<p>Wir wussten, dass es nun schnell gehen konnte und tatsächlich hat sich die letzte Begegnung mit meinem Vater, an dem Tag, an dem er noch sprechen konnte, fest in mir verankert. Ich hüte sie wie einen Schatz und ich bin dankbar, dass ich bei ihm sein konnte als er starb.&nbsp;</p>



<p>Mein Vater ist gestorben. Einen Tag später, am 16. März 2010, schien die Sonne, nachdem es tagelang nur geregnet hatte. Ich fand das passend. Wie ein Zeichen des Himmels, das uns gesandt wurde. Unser Vater hatte uns die Sonne geschickt. Das war ein schönes Bild, das mir friedvolle Dankbarkeit schenkte.</p>



<p>Gleichzeitig war ich geschockt, dass das Leben um uns, in der Stadt weiterging als sei nichts geschehen. Da gab es keine Zäsur oder Innehalten.&nbsp;</p>



<p>In der Zeit kurz nach dem Tod meines Vaters fühlte ich mich besonders verletzlich.</p>



<p>Manche Kommentare und Reaktionen meiner Mitmenschen begleiteten mich lange in Kopf und Herz. Die, die mir gut taten und die, die ich absolut unpassend fand.&nbsp;</p>



<p>Mein Vater ist gestorben. Ohne die Trauerbewältigungsmethode <a href="http://loslassenlernen.com/trauerbewaeltigung">The Grief Recovery Method </a>von John James hätte ich nicht gewusst wie ich damit umgehen sollte. Ich hätte auch in der langen Krankheitsphase meines Vaters nicht so gut für mich sorgen können. Ich wusste was ich tun kann, um mit so einer existentiellen, herausfordernden Situation umgehen zu können.. Dafür bin ich unendlich dankbar.</p>
<p>The post <a href="https://imkeklie.de/vater-gestorben/">Mein Vater ist gestorben</a> appeared first on <a href="https://imkeklie.de">Imke Klie | Trauerbew&auml;ltigung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
